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Sonntag, 09.01.2011:
Dreieinhalb Jahre Knast für Bordellbetreiber in Limburg
Limburg/Trier. Der Gast aus dem Gefängnis in Diez verliebte sich im Bordell nicht nur in eine Prostituierte, sondern verleitete den Besitzer zum Drogenhandel und belastete ihn nun als Kronzeuge.Ein 43 Jahre alter Bordellbesitzer aus Limburg hat im letzten Augenblick vor dem Landgericht in Trier ein Geständnis abgelegt. Ein Geständnis, das die Richter zu einem gehörigen Rabatt bewegte. Wegen unerlaubter Einfuhr und Handels mit Drogen wurde der Mann zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt.Sein Komplize, ein 29-Jähriger aus Hahnstätten, kam mit einer zweijährigen Bewährungsstrafe davon. Das Urteil basiert auf einem sogenannten Rechtsgespräch zwischen den Prozessbeteiligten.Die Beweislast war erdrückend. Ein Zeuge, der nach der Kronzeugenregelung behandelt und mittlerweile wegen Drogenhandels in großem Rahmen zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt wurde, hatte sein Herz für das Bordell des 43-Jährigen in Limburg entdeckt und dabei auch sein Herz verloren. Als Freigänger der Diezer Justizvollzugsanstalt (JVA) war er ständiger Gast im Bordell und verliebte sich in eine Prostituierte, mit der er wenig später zusammenlebte. Für den angeklagten Besitzer der Einrichtung ein fatales Erlebnis. Im Bordell lernte der JVA-Insasse nicht nur seine neue Liebe kennen, sondern auch den Betreiber. Beide beschlossen, gemeinsam Drogengeschäfte zu organisieren. Dabei soll der Kronzeuge auch Drogen in den Diezer Knast geschmuggelt haben.Hasch und KokainDie Staatsanwaltschaft hatte den beiden Angeklagten in Trier 33 Taten vorgeworfen. Der Limburger und sein Komplize aus Hahnstätten führten Haschisch und Kokain aus Holland in die Bundesrepublik ein und verkauften es hier. Der Anklagevertreter sprach von Haschischmengen im Kilogrammbereich, bei den Kokaingeschäften handelte es sich pro Fall um zehn bis 20 Gramm.Spektakulär war die Verhaftung des Angeklagten. Annähernd 100 Polizeibeamte eines Sondereinsatzkommandos und der Zollfahndung hatten das Bordell an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz gestürmt und bei der Festnahme des Bordellbesitzers einen Hund erschossen.Der 43-jährige Betreiber des Bordells war erst vor wenigen Wochen vom Richter am Limburger Amtsgericht wegen Hehlerei zu einer sechsmonatigen Haftstrafe verurteilt worden. Er hatte mit anderen Komplizen Autos stehlen lassen, die Pin-Nummer auf dem Motorblock von Schrottautos übertragen und die Kraftfahrzeuge ins Ausland verkauft. http://www.fnp.de/nnp/region/lokales/dreieinhalb-jahre-knast_rmn01.c.8567303.de.html
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