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Donnerstag, 31.03.2011:
Eindeutig zweideutige Werbung
Die Werbeplakate des Kölner Erotik-Nachtclubs Pascha zeigen Frauen in String-Tangas und Strapsen. Dutzendfach hängen sie auch im Solinger Stadtgebiet. Bei der Frauenbeauftragten ging eine Beschwerde ein.
Wenn die Ampel an der Birkerstraße an der Kreuzung zum Werwolf auf Rot steht, lächeln sie eine ganze Ampelphase lang auf einen herab, die leicht bekleideten Showgirls des Pascha. Dort hängt eines der Plakate, auf denen das Kölner Bordell mit "Geld-zurück-Garantie" und 150 Euro Preisvorteil für sich wirbt – und für ordentlich Aufsehen sorgt.
Eine Bürgerin hat sich bei Gisela Köller-Lesweng, der Frauenbeauftragten der Stadt, persönlich beschwert. Sie sorgt sich um Kinder, die auf dem Schulweg an den Plakaten vorbeikommen. Auch in Leverkusen ging eine ähnliche Beschwerde ein. "Das Schlimme ist, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der der weibliche Körper als Ware verkauft wird. Das ist nicht nur ein Problem der Werbung", sagt die Solinger Frauenbeauftragte.
Stadt hat keinen Einfluss
"Für die Nutzung der Werbeflächen ist die Plakatwerbefirma Ströer verantwortlich, auf die Inhalte hat die Stadt also keinen Einfluss", erklärt Stadtsprecherin Birgit Wenning. Bei Ströer sieht man keinen Grund zur Aufregung. "Wir wollen Werbung nicht über festgelegte rechtliche Bestimmungen hinaus zensieren", macht Unternehmenssprecherin Claudia Fasse den Standpunkt der Firma deutlich. "Alle Werbungen gehen durch eine interne Motivkontrolle. Das Plakat ist nicht rechtswidrig, also wurde die Kampagne nicht gestoppt."
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