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Dienstag, 24.01.2012:
Einträgliche Sexsteuer
Bonn –
Prostituierte müssen seit einem Jahr Steuern zahlen. Für die Stadt Bonn hat sich die Erhebung dieser besonderen Vergnügungssteuer gelohnt.
Die Sexsteuer für Prostituierte hat der Stadt Bonn 2011 rund 250 000 Euro in die Kasse gespült. Die besondere Vergnügungssteuer für Huren, die etwa in Saunaclubs oder Erotikcentern arbeiten, wurde Anfang 2011 eingeführt. In den Einnahmen sind auch Gelder aus dem Sex-steuerautomaten enthalten, die im Sommer für Prostituierte auf dem Straßenstrich aufgestellt wurden. Sie betragen rund 14 000 Euro, wie die Stadt erklärte.
Aus dem Sexautomaten müssen Straßenhuren für sechs Euro ein Ticket für die Nacht ziehen, bevor sie ihrem Geschäft auf einem besonderen Gelände nachgehen. Bonn war mit dem umgerüsteten Parkscheinautomaten ein Vorreiter, der bundesweit und international für Aufmerksamkeit gesorgt hatte. Ziel der Stadt war es, auch bei den sonst nur schwer zu erfassenden Straßendirnen abzukassieren. Das Ticket gilt pro „Arbeitstag“ von 20.15 bis 6 Uhr.
Prostituierten-Vereinigungen lehnen eine Sexsteuer und das Bonner Sexticket ab. Bundesweit gibt es uneinheitliche Regelungen zum Straßenstrich und zu Sexsteuern.
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