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Donnerstag, 31.03.2011:
Kriminelle Rocker, Bulgarische Zuhälter & die Bundeswehr
Was für ein Einsatz. Sogar die Bundeswehr will jetzt gegen den Straßenstrich im Kölner Süden vorgehen. Die Gegner: bulgarische Zuhälterbanden und kriminelle Rocker wie die „Hells Angels“.
Ein Großteil der Prostituierten, die an der Brüher Landstraße anschaffen gehen, nutzen Wohnwagen für den schnellen Sex gegen Geld. Und etwa 40 dieser rollenden Klein-Bordelle stehen auf der Zufahrtsstraße zum Heeresamt der Konrad-Adenauer-Kaserne. So gesehen ist der Bund Eigentümer eines Grundstücks, das immer mehr zum rechtsfreien Gebiet wird.
Vor der Kaserne, bei dem großen Tor, da wartet nicht nur Lili Marleen. Immer mehr Prostituierte – hauptsächlich aus Osteuropa - immer mehr Kriminalität sowie rivalisierende bulgarische Zuhälter und Rockerbanden haben die Lage dort in der letzten Zeit drastisch verschärft.
Die Stadt will nun dagegen vorgehen und hat die Bundeswehr als Grundstückseigentümer mit der sündigen Wohnwagen-Kolonie nun als Bündnispartner umworben. Offenbar mit Erfolg.
„Die Bundeswehrverwaltung will die auf der bundeseigenen Zufahrt zum Heeresamt abgestellten Wohnwagen der Prostituierten nicht weiter dulden und wird von ihrem Hausrecht Gebrauch machen“, heißt jetzt es in einem neuen Bericht der Stadt zur Situation auf dem Straßenstrich, der den politischen Gremien demnächst vorgelegt wird.
Als ersten Schritt hat die Bundeswehr Verbotsschilder aufgestellt:„Ausüben von Handel und Gewerbe verboten.“ EXPRESS sah sich um: Die abschreckende Wirkung ist gleich null. Aus dem Rathaus heißt es: Stadt, Polizei und Bundeswehr seien in enger Abstimmung über weitere Maßnahmen.
Die 40 Wohnwagen werden rund um die Uhr als Mini-Bordelle genutzt. Laut Stadt werde in drei Schichtdiensten gearbeitet. Pro Schicht müssten die Prostituierten 100 bis 150 Euro an Hintermänner zahlen, die die Wohnwagen kontrollierten. Allein dadurch würden jährliche Umsätze im Millionen-Bereichen gemacht. Laut Erkenntnissen der Stadt gehen diese an eine bulgarische Zuhälterbande und an eine kriminelle Rockergruppe (Hells Angels).
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