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Freitag, 10.12.2010:

Rot-Grün begrüßt Konzept gegen Straßenprostitution

Die Mehrheitsfraktionen im Kölner Stadtrat haben sich zum geplanten gemeinsamen Konzept gegen die weitere Ausbreitung der Straßenprostitution im Kölner Süden geäußert. Beide Koalitionspartner begrüßten die Bemühungen der Stadtverwaltung, bei der Abstimmung der einzelnen Maßnahmen die Abstimmung mit allen Beteiligten zu suchen. Weniger Tage zuvor hatte die Stadtverwaltung angekündigt, mit allen Beteiligten und in ständigem Austausch mit den politischen Gremien in Stadt und Stadtbezirk Maßnahmen zu prüfen, darunter auch die Ausweitung der Sperrbezirksverordnung. Diesen Ansatz haben die Fraktionen von SPD und Grünen nun ausdrücklich als zielführend bestätigt. In den zurückliegenden Wochen und Monaten hatte sich der Straßenstrich zunehmend in Richtung Meschenich ausgeweitet. Die Stadt berichtete zudem von rivalisierenden Gruppen, die vor Ort mit kriminellen Mitteln um Einfluss kämpften (Köln Nachrichten berichtete).

„Wir begrüßen ein Konzept, das geeignet ist, die problematischen Ausmaße der Straßenprostitution im Kölner Süden einzudämmen“, erklärte Michael Paetzold, sozial- und gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Seiner Ansicht nach habe auch die Verschärfung der Sperrbezirksverordnung in der südlichen Nachbarkommune Bonn einen Einfluss auf die Situation im Kölner Süden. Paetzold vermutet einen Verdrängungseffekt in den Kölner Süden. „Wir brauchen ein ganzheitliches Konzept“, forderte Paetzold. Die Grünen unterstützen dieses Ansinnen, auch wenn sie Einschränkungen machen. „Bevor wir jedoch in der Politik über ein solches Konzept reden oder es beschließen, brauchen wir vorab vertiefte Informationen“, ergänzte die frauenpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Marion Lüttig. Dazu gehört nach Meinung der Grünen auch eine Darstellung der Gesamtsituation im Stadtgebiet sowie aktuelle Zahlen und Fakten zum Standort Geestemünder Straße. Hier hatte die Stadt bereits vor Jahresfrist so genannte Verrichtungsboxen aufstellen lassen. Einig waren sich beide Kommunalpolitiker darin, dass die zuständigen Fachausschüsse des Rates von Anfang an in die konzeptionellen Entwicklungen einbezogen werden sollen. Das hatte die Stadt bereits im Vorfeld als einen wesentlichen Punkt zugesagt.

 



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