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Mittwoch, 12.10.2011:
Rote Karte für Erotik-Treff
Burgsteinfurt - Nicht die stadtbekannte Adresse, sondern eine Anzeige aus dem Rotlichtmilieu scheuchte dieser Tage Ordnungsamt und Polizei auf: Wohnungsprostitution mitten in Burgsteinfurts ehrwürdiger Altstadt! Das darf nicht sein, das ist aus bauordnungsrechtlichen Gründen inmitten von Wohngebieten nicht erlaubt. Prostitution an sich ist zwar nicht verboten, aber das Gewerbe gehört ins Gewerbegebiet - oder aufs Land, wo auch in nächster Umgebung etliche Adressen zu finden sind.
Zum jüngsten Fall in Burgsteinfurt: Der Mann, der sich beim Ordnungsamt meldete, wollte wissen, ob bezahlte Liebesdienerei mitten in der Stadt denn erlaubt sei. Und als er mit der Adresse rausrückte, klingelte es in vielen Ohren, denn es handelt sich dabei um einen ehemaligen Altstadtgrill, der vor Kurzem zu einem privaten Treffpunkt für die Motorrad fahrenden „Bandidos“ umgebaut worden ist.
Am Montag machten sich Ordnungsamtsmitarbeiter in Begleitung der Polizei zu der Adresse auf und trafen einen Mieter an, der dem Besuch auch ohne Weiteres die Türen öffnete. „Weil wir keinerlei Hinweise auf irgendwelche Straftaten gefunden haben, war unser Job da schnell getan“, sagte Polizeipressesprecher Jochen Laschke.
„In einem der Räume“, sagte Christoph Vahlhaus, „haben wir eindeutige Hinweise auf das Rotlichtgewerbe gefunden.“ Die habe man dem Mieter vorgehalten, der ohne zu zögern angekündigt habe, das Gewerbe dort umgehend aufzugeben.
Inzwischen melden sich unter der im Internet beworbenen Telefonnummern auch nicht mehr Kira, Lucia und ihre halbseidenen Freundinnen, ihr Anrufbeantworter ist stillgelegt worden. Auch die Werbung im Internet soll schnellstmöglich abgeschaltet werden.
Trotz der problemlosen und eher unspektakulären Ermittlungen wollen Polizei und Ordnungsamt das „Fat Mexican Roughland“ weiter im Auge behalten.
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