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Donnerstag, 09.12.2010:
So kassieren die Hells Angels auf dem Straßenstrich
Die Pressemitteilung 1732 der Stadt Köln behandelt eines der schmutzigsten Geschäfte Kölns, Schauplatz: Der Wohnwagenstrich Militärring/Robinienweg.
Erstmals werden offiziell Umsatzzahlen der Zuhälter genannt, die die Frauen kontrollieren. Die Rede ist von bulgarischen Zuhältern und den Mitgliedern „einer weiteren Gruppierung“.
Dahinter verbergen sich nach EXPRESS-Informationen die Hells Angels. Sie verlangen, so heißt es von Seiten der Stadt weiter, von den Prostituierten eine „Wohnwagenmiete“ von bis zu 100 Euro pro Schicht, „wobei etliche Wohnwagen auch über Nacht genutzt werden“.
Bei einer unterstellten Mieteinnahme von 200 Euro pro Tag und Wohnwagen summiere sich der jährliche Umsatz allein durch die „Wohnwagenmieten“ auf geschätzte zwei Millionen Euro. Die Stadt weiter: „Ob die Frauen weitere Zahlungen leisten müssen, ist unklar.“
Klar ist: Bis zu 40 Frauen schaffen in den Wohnwagen der Rocker an, das Geschäft bringt dem Motorradclub in Frechen viel Profit. Jeden Morgen baut ein Handlanger der Rocker die Wohnanhänger am Robinienweg und Heeresamt auf. Dann zahlen die Frauen die Tagesmiete von 100 Euro.
Jana (29) erklärt: „Früher waren es 70, jetzt haben die Hells Angels einfach auf 100 erhöht. Wer nicht zahlt, kann gehen. Das ist Erpressung.“ Bis zu drei Freier müssen die Frauen haben, damit sie überhaupt die Miete drin haben. „Dies führt dazu, dass es inzwischen Frauen gibt, die entweder den Job ganz aufgeben oder Sozialleistungen in Anspruch nehmen müssen, um über die Runden zu kommen“, erklärt ein städtischer Beamter.
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