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Samstag, 15.10.2011:
Steuer für Bordelle lohnt sich nicht
In Bergisch Gladbach wird keine „Vergnügungssteuer für sexuelle Vergnügungen“ eingeführt. Eine Überprüfung ergab, dass sich die Steuer finanziell nicht rechnet. Bürgermeister Lutz Urbach hält das für eine gute Nachricht.
Bergisch Gladbach - Aus einer „Vergnügungssteuer für sexuelle Vergnügungen“ wird in Bergisch Gladbach nichts. Bürgermeister Lutz Urbach hatte die Umsetzung einer solchen Steuer prüfen lassen. Und das Ergebnis ist eindeutig: Die Steuer rechnet sich nicht. In Bergisch Gladbach gibt es, so die Recherche der Stadt, fünf gemeldete Bordelle, in denen 16 Prostituierte arbeiten.
Hauptansprechpartner der Stadt bei der Rentabilitätsrecherche war das Finanzamt. Von dort wurde mitgeteilt, dass eine Steuereinziehung grundsätzlich schwierig sei, da die Prostituierten und die Bordellbesitzer häufig wechselten. Mit der Einführung einer Vergnügungssteuer sei es zwingend notwendig, Außendienstkontrollen durchzuführen. Das Gladbacher Ordnungsamt erklärte allerdings, dafür kein Personal zu haben. Weiterhin befürchtet die Verwaltung eine Abwanderung der Bordelle in Gemeinden ohne Vergnügungssteuer. Und noch eine Gladbacher Besonderheit: „Mehrere Veranstaltungsstätten werden von Damen im Rentenalter geführt“, so die Stadt. Die könnten wegen der Steuererhebung ihren Betrieb ganz schließen, befürchtet man im Rathaus. Die Verwaltung kommt „nach übereinstimmender Auffassung aller behördlichen Sachverständigen“ zu dem Ergebnis, die Steuer sei unrentabel.
Bürgermeister Lutz Urbach kommentierte das so: „Es lohnt sich bei uns nicht – und das ist doch eine gute Nachricht.“
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