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Mittwoch, 29.12.2010:
Vier mutmaßliche Menschenhändler festgenommen
Gestern Mittag (28.12.) sind in Köln-Heimersdorf vier Männer (19, 21, 23, 32) festgenommen worden. Sie stehen im Verdacht, einen 23-Jährigen nach Deutschland gelockt und ihn zur Prostitution gezwungen zu haben.
Köln - 29.12.2010 - 12:55 - Gestern Mittag (28.12.) sind in Köln-Heimersdorf vier Männer (19, 21, 23, 32) festgenommen worden. Sie stehen im Verdacht, einen 23-Jährigen nach Deutschland gelockt und ihn zur Prostitution gezwungen zu haben.
Am Sonntag (26.12) rief eine Kölnerin aus Heimersdorf gegen 17.30 Uhr bei der Polizei an und erklärte, dass ein ihr unbekannter und nicht deutschsprachiger Mann an ihrer Haustür geklingelt habe. Er sei sehr aufgeregt gewesen und habe ihr per Zeichensprache verdeutlicht, dass er geschlagen worden sei.
Die eingesetzten Beamten trafen den 23-Jährigen bei der Zeugin an und nahmen ihn mit zur Vernehmung.
Mit Hilfe eines Dolmetschers berichtete der junge Mann den zuständigen Ermittlern des Kriminalkommissariats 26, dass ihm Anfang Dezember ein Unbekannter in seinem Heimatland angesprochen, ihm Arbeit in Deutschland und ein bereits bezahltes Fahrticket angeboten habe. Bei seiner Ankunft in Dortmund am 17. Dezember sei er durch zwei ihm fremde Männer abgeholt worden. Diese hätten ihn in eine Wohnung in Köln gebracht und dort, nachdem sie ihm seine Ausweisdokumente weggenommen hatten, gefangen gehalten.
Als einer der Fremden kurz darauf sexuelle Handlungen mit ihm durchführen wollte, habe er sich gewehrt. Daraufhin sei er gefesselt, geschlagen und sexuell missbraucht worden.
Bis zu seiner Flucht am 28.12. sei er mehrfach gezwungen worden, Männern, die offensichtlich als Freier die Wohnung aufgesucht hatten, „zu Diensten zu sein“.
Die Ermittlungen führten die Sachbearbeiter schließlich auf die Spur der Täter und ihrer Wohnung in Köln-Heimersdorf. Als die Beamten das Objekt aufsuchten, trafen sie die beiden Hauptverdächtigen und zwei weitere Tatverdächtige an.
Alle vier Männer wurden vorläufig festgenommen. In ihren Vernehmungen stritten die Beschuldigten den Tatvorwurf des Menschenhandels und die sexuelle Nötigung ab. Wegen fehlender Haftgründe wurden die vier anschließend entlassen.
Die Ermittlungen des Kriminalkommissariat 26 dauern noch an. (ms)
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